Der Hakenbruch
Unter dieser Rubrik sind alle Artikel zusammengefasst, die vom ungewöhnlichen Bruch eines Verbundhakens an der Ammerthaler Wand handeln.
Nach dem Hakenbruch: alle Meldungen zu unsicheren Haken im Überblick

Seit dem Hakenbruch an der Ammerthaler Wand ist bei Frankenjura-Kletterern die Sensibilität deutlich gestiegen, was Vertrauenswürdigkeit von Haken anbelangt. Zuletzt wurden auf Frankenjura.com zahlreiche Meldungen zu zweifelhaften Haken im gesamten Nördlichen Frankenjura abgesetzt. Auf Wunsch mehrerer Sanierer haben wir auf... weiter lesen...
Hakenbruch an der Ammerthaler Wand: was bisher bekannt ist

Am vergangenen Mittwoch ereignete sich an der Ammerthaler Wand nahe Amberg ein schwerer Kletterunfall. Infolge einer Topropebelastung brach ein Klebehaken aus Stahl inmitten seines Schaftes. Ein bislang einmaliger Vorgang, der möglicherweise Folgen für den gesamten Bergsport hat, denn bisher gilt... weiter lesen...
Story
Umlenkhaken gebrochen: Kletterunfall an der Ammerthaler Wand / Rote Wand

Die „Rote Wand“, auch bekannt als „Ammerthaler Wand“, ist ein beliebter und häufig genutzter Kletterfelsen zwischen Ammerthal und Pürschläg. Er gilt als vergleichsweise gut abgesichert. Trotzdem ereignete sich hier am Abend des 29.07.2020 ein schwerer Kletterunfall. Kurz vor 18 Uhr ging ein Notruf in der Integrierten Leitstelle Amberg ein, der einen Kletterunfall mit zwei Verletzten an der Roten Wand bei Ammerthal meldete. In der Folge alarmierte die Leitstelle ein Großaufgebot an Rettungskräften dorthin. Dem ersteintreffenden Helfer vor Ort Ammerthal stellte sich die Lage so dar, dass ein Kletterer aus ca. 7 Metern Höhe abstürzte und dabei auf seinen am Boden stehenden Sicherungspartner fiel. Während der Kletterer selbst in der Ersteinschätzung als „mittelschwer“ galt, wurde der Sicherungspartner als schwerverletzt eingestuft. Die Route "Crazy" wurde von der Seilschaft im "toprope" geklettert, dabei brach plötzlich der Umlenkhaken. Zu diesem Umlenkhaken gibt es seit 2018 eine Sicherheitswarnung über Frankenjura.com (siehe Rock-Events). Der Umlenker diente den Routen "Crazy" und "Hey ho let`s go". Zusammen mit den kurz darauf eintreffenden Notärzten aus Amberg und Sulzbach wurden beide Patienten versorgt. Einsatzkräfte der Bergwachten Amberg und Sulzbach bereiteten die Rettung der Verletzten aus dem steilen und felsdurchsetzten Waldgelände vor, sodass kurze Zeit später der Abtransport zu dem bereitstehenden Rettungswagen beginnen konnte. Die Freiwillige Feuerwehr Ammerthal unterstützte die Bergwacht- und Rettungsdienstkräfte hierbei tatkräftig. Die gute Zusammenarbeit aller Kräfte am Einsatzort ermöglichte es, dass der schwerverletzte Sicherer 55 Minuten nach Alarmierung der Einsatzkräfte die Notaufnahme des Klinikums erreichte. Im Einsatz waren der HvO und die Feuerwehr Ammerthal, zwei Notärzte sowie zwei Rettungswagen, die Bergwachten Amberg und Sulzbach sowie der Rettungshubschrauber Christoph 80 aus Weiden, der jedoch nicht eingreifen musste. Die genaue Unfallursache wird derzeit durch die Polizei ermittelt, die die Ammerthaler Wand für Kletterer zunächst sperrte. (Markus Arnold, Maximilian Knab | Bergwacht Amberg).