Neues aus der Hexenküche!

Sven König - 06.07.18

Frankenjura-Kletterer Heiko Queitsch hat in der Hexenküche zahlreiche neue Routen erschlossen. Insgesamt sind 13 Neutouren zwischen 4 und 9- entstanden, wobei sich viele der neuen Anstiege im vierten und fünften Grad bewegen. Die Hexenküche bietet jetzt mehr als 80 Kletterrouten und über 40 Bouldermöglichkeiten und hat sich nicht nur dadurch zu einem der vielseitigsten Spots des Frankenjuras gemausert.

Der Hexenturm im hinteren Teil der Hexenküche

Leichte und gut gesicherte Routen

Im vorderen Teil der Hexenküche ist ganz links der kleine Sektor ´Hallo Muggels´ mit vielen Genussrouten entstanden. Der Sektor bietet jetzt acht Routen zwischen 4 und 7+. Etwas weiter rechts, im Sektor ´Kleine Hexen´, sind drei Routen im vierten und fünften Grad entstanden. Der Sektor Belohnung bietet jetzt den ´Devel Grag´ (5+).

Im Sektor ´Nordschlucht´ entstand die Spalterei´(5) und der ungesicherte ´Klemmblockweg´(4). Hier sind auch zwei schwerere Wege entstanden: ´Dei Gschmarri auf an Weggla´ (8) und ´Mario Gedenkweg´ (9-) sind beides Einzelstellenprobleme, die Fingerkraft fordern.

Heiko Queitsch beim Auschecken einer neuen Bouldertraverse im Sektor ´Belohnung´

Viele Bouldermöglichkeiten

Auch in Sachen Bouldern hat die Hexenküche viel zu bieten. Neben dem seit längerem bekannten Sektor ´Laubmaschine´ mit zehn Bouldern hat Heiko Queitsch jetzt den Sektor ´Warmup-Blöcke´ mit kleinen weißen Pfeilen markiert, den er schon im Jahr 2002 erschlossen hat. Er befindet sich zehn Meter unterhalb der ´Kleinen Hexen´ und bietet acht südseitig exponierte Aufwärm-Boulder größtenteils im Schwierigkeitsbereich Fb 4 bis 5.

Weitere schwere Boulder sind in den letzten Wochen im Sektor ´Belohnung´ entstanden, hier gibt es mittlerweile 11 fertige Boulder von Fb 5a bis Fb 7a+, darunter einige lange Traversen. Alle Boulder sind in den Topos eingezeichnet und am Fels mit kleinen weißen Pfeilen markiert.

Blick auf die Burg Hiltpoltstein aus der Felsenlandschaft oberhalb der Ortschaft

Klettern und Bouldern in der Hexenküche, am Bitzenberg und am Stumpfelestein

Die Hexenküche, die unter Einheimischen und Wanderern als Silberecke bekannt ist und gleichzeitig den höchsten Punkt des Landkreises Forchheim markiert, ist aber nicht das einzige Kletterziel in der weitläufigen Felslandschaft bei Hiltpoltstein. Da wäre zum Beispiel der Bitzenberg, ein weiterer Aussichtspunkt knapp 10 Minuten in Richtung Nordwesten. Er bietet senkrechte und leicht überhängende Plattenklettereien im sechsten, siebten und achten Grad.

Noch näher, nur wenige hundert Meter nördlich der Hexenküche befindet sich der Stumpfelestein, ein breiter Turm mit bizarren Felsformationen und ebenfalls mehr als 20 sehr schönen Kletterrouten, der so aus der Mode gekommen ist, dass seine 25 Meter hohe Talseite zuzuwachsen droht.

Auch in Sachen Einkehr nach dem Klettern hat sich in Hiltpoltstein etwas getan. Im vergangenen Sommer übernahmen Petra und Joachim Dennerlein das über viele Jahre leerstehende ´Goldene Ross´ im Ort. Zuvor bewirtschafteten die beiden über 20 Jahre Berghütten in den Alpen und freuen sich über jeden Kletterer. Gut zu wissen: Es gibt warmes Essen bis 21:00 Uhr!

© OpenStreetMap-Mitwirkende

Überblickskarte zu Hexenküche, Stumpfelestein und Bitzenberg oberhalb von Hiltpoltstein

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