Urmel´s Weg durch die eisige Welt der Schwerkraft

Bisher wurden zu Urmel´s Weg durch die eisige Welt der Schwerkraft 70 Kommentare abgegeben.

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Sven König (nicht verifizierter Kommentar) am 11.11.01

Hallo Roger, vielen Dank für den sehr sachlichen Ansatz, der ohne persönliche Beleidigungen auskommt. Dennoch habe ich ein paar Anmerkungen zu Deiner Argumentation. Wenn Du von Problematik (zu den Themen Griffeschlagen, Nach- und Neuerschliessungen) sprichst, ist das zunächst nur Deine Meinung in einer Kletterergesellschaft mit vielen verschieden Meinungen zu diesen Themen.

Ein Beispiel zum Thema Routenlänge: Viele Kletterer höherer Schwierigkeitsgrade, die sich nur für Routen mit harten Einzelstellen interessieren, ist es egal, ob neben den fünf Schlüsselzügen noch drüber oder drunter viele leichte Klettermeter sind oder eben nicht.

Genauso gibt es viele Meinungen zu den anderen von Dir angesprochenen Themenkomplexen.

Noch ein Wort zum lächerlich machen in aller Kletterwelt: Ich habe letzten Sommer einige Europäer kennengelernt, die gerade wegen der kurzen, gut gesicherten Routen in die Fränkische kommen.

Hast Du einen Überblick darüber, wieviele Routen durch die Epoche des Sportkletterns in ihrer Absicherung und damit im Charakter wesentlich verändert wurden, wieviele bestehende Routen einfach umgetauft wurden?

Das Argument "Weil´s früher so war" zieht nicht. Danach hätte es ebenso nie Bohrhaken und Bühlerhaken geben dürfen, komische Vorstellung, oder?

Ich bin wie Du ebenfalls der Meinung, dass Regulierungsbedarf besteht. Jedoch nicht nach dem Prinzip des Faustrechts, sondern nach demokratischen Regeln:

Zuerst muss auf der Grundlage aller Meinungen ein Kompromiss gefunden werden, in dem die Interessen dieser Meinungen berücksichtigt sind, und bei dem alle ebenso Abstriche machen müssen. Dabei zählen die Meinungen der Herren Löw, Kollert und Gilgenrainer genauso viel wie die der Herren Böhm und Schulz.

Und erst danach sollte man damit anfangen, bestehende Routen wieder abzubauen.

Viele Grüße vom Sven

Johannes Dengler (nicht verifizierter Kommentar) am 11.11.01

Ich schließe mich dem Handeln von H.Semmler an.Bestehende Wege welche durch reingedrückte ´Neutouren´ an Ernsthaftigkeit+ Charakter verlieren, gehören abgebaut.Die ´Fränkische´ soll das bleiben was sie ist und kein Routensamelsurium von profilierungssüchtigen Erstbegehern.Leider so aber war:Wer zu spät kommt,den bestraft das Leben.Haken raus und erhalten was uns die ´Alten´ hinterlassen haben.

RogerK. (nicht verifizierter Kommentar) am 09.11.01

Prinzipiell halte ich das Absägen von Haken nicht für das Mittel der ersten Wahl zur Lösung von kletterethischen Problemen, - Diskussion und Konsensfindung wäre m.E. besser. Aber mit jedem Kommentar der Kritiker/Gegner von D.Semmlers Tat steigen meine Sympathien für dessen Aktion und Person. Kaum ein Beitrag der Kritiker/Gegner setzt sich mit der eigentlichen Problematik auseinander, stattdessen werden nur hohle Phrasen gedroschen und es wird mit persönlichen Beleidigungen nicht gegeizt. Ich kenne kein großes Klettergebiet, auch nicht im Ausland, in dem soviel Schrott eingebohrt wird, wie z.Z. in der Fränkischen, so langsam machen wir uns lächerlich. Muss denn wirklich jeder 6m hohe Quacken erschlossen werden? Muss jeder qm freier Fels mit Haken versehen werden? Ist es wirklich nötig Griffe zu bohren und Haltepunkte mit Sika zu befestigen, nur um den schon vorhandenen 7000 Routen noch eine neue Tour im 7.,9. oder 10. Grad hinzuzufügen. Selbst im viel gescholtenen und trotzdem so beliebten Arco würden Wege wie die hier diskutierten nicht entstehen. Wir müssen halt akzeptieren, dass das natürliche Felspotenzial für Neutouren in der Fränkischen so langsam erschöpft ist, dies gilt für einen Hrn. Löw, Kollert, Gilgenrainer genauso wie für einen Hrn. Böhm, Schulz oder wie auch immer Sie heißen. Es scheint mir, dass es den "Alten" leichter fällt dies zu akzeptieren, wie den "Jungen". Übrigens hab´ ich beide Routenkürzlich geklettert, im Toprope,, denn die UH stecken noch. Ich halte beide Wege für überflüssig. Aber D.Semmler hat offentsichtlich weitergedacht, denn das Belassen der UH stellt für mich einen brauchbaren Kompromissvorschlag dar. Der zitierte Pfälzerhakenstreit hat übrigens dazugeführt, dass dort ein Konsens gefunden wurde, dort gibt es jetzt Spielregeln an die sich alle halten. saolange das in der Fränkischen nicht funtioniert, halte ich Leute wie D.Semmler für wichtig, meine (moralische) Unterstützung hat er!

pr (nicht verifizierter Kommentar) am 08.11.01

Zwei Fragen an den Andreas B.: Du kennst den Semmler also, da Du seine Persönlichkeit charakterisieren und mit anderen vergleichen kannst? Hältst Du es für möglicht, dass Erschließer unnötiger Routen vielleicht auch ein Profilierungsproblem haben könnten? Du solltest die psychologische Argumentationskette (?) deines Kommentars nochmal überdenken, die besticht mehr durch Parolen und Schlagwörter denn durch Qualität.

andreas b. (nicht verifizierter Kommentar) am 08.11.01

die frage ist doch eher, woher die beweggründe stammen, sich eine flex zu nehmen und routen wieder abzusägen. vergleicht man die persönlichkeiten der hakenabsäger mit denen des schon länger (lange!) zurückliegenden pfälzer hakenstreits, so fällt auf, dass hier ähnlich beschränkte geister am werk sind. ist eine profilierung nicht über die eigene (kletter-, berufliche- oder sonstige) leistungsfähigkeit möglich, wird eben sheriff gespielt oder die blockwartmütze aufgezogen. so leute tauchen auf und verschwinden wieder, da sie nichts produktives für den sport leisten sondern nur destruktiv handeln. würden sie nicht touren zerstören, würde keiner sich mit ihnen auseinandersetzen - durch die zerstörung haben sie sich aber ein forum geschaffen, hier können sie sich aufgeilen. also geduld - auch ein hr.semmler wird sicherlich bald richtung kleintierzüchterverein abwandern - dort ist seinesgleichen besser aufgehoben.

steffen hessing (nicht verifizierter Kommentar) am 06.11.01

@dieter semmler:eine frage mußt du dir schon stellen: wärst du selbst überhaupt bereit eine gemeinsame diskussion zu führen oder würde dir diese, wie du schreibst, am a... vorbeigehn? dein einstieg in die diskussion über speziell diese beiden touren war ja das zücken der flex und somit das abtöten der diskussion(der of`n ist aus)... für mich weit mehr hirnloser und blinder aktionismus als der, den du dem stephan mit dem einbohren der touren vorwirfst! ach ja, den of`n hättest du klettern solln, war ne schöne tour, hätt ein klassiker werden können... ...auf`s zäpfla kann man getrost verzichten

steinrose & szenekritiker (nicht verifizierter Kommentar) am 19.10.01

...die fahdwha gegen semmler ist aufgehoben...

Dieter Semmler (nicht verifizierter Kommentar) am 19.10.01

@ Steinrose: dein kommentar ist okay. @ sven könig: grundsätzlich find ich den vorschlag in einer gemeinsamen diskussion einen allgemein gültigen verhaltenskodex zu erarbeiten gut. die frage ist nur, wer sich an dieser diskussion beteiligen soll (wird) und durch wen diese diskussion geführt werden soll. es wird immer leute geben, die sich an entsprechenden gesprächen nicht beteiligen wollen und die sich an entsprechende vereinbarungen nicht halten, weil sie ihnen am a..... vorbeigehen. diverse kommentare (s.o.) beweisen dies hinreichend. im übrigen wird dies meine letzte stellungnahme zu diesen routen sein, ich geh lieber klettern (ohne bodyguard) und denk mir meinen teil über leute die kritik an ihrem handeln nicht vertragen können. d.semmler

Steinrose (nicht verifizierter Kommentar) am 19.10.01

Es kommt wie es kommt...

Keine Sorge Dieter - das mit dem "verkloppen" war glaube ich, nicht so ernst gemeint wie du es verstanden hast. Verstehe es eher als "Gossenslang". Interessant aber, das du öffentlich - und anscheinend gewissenlos - "Gewalt" gegen Dinge/Sachen anwendest es dich aber offensichtlich tatsächlich bewegt, wenn dir "Gewalt" ob deiner Tat angedroht wird. Nur nimmst Dir das "Recht" heraus die "Arbeit" anderer diskussionslos kaputt zu machen. Du hättest z.B. vorher hier im Internet die allgemeine, breite (nicht nur die Meinung von 5 Hanseln unter climbing.de !!!) Tendenz feststellen können ODER vorher mit Stephan sprechen können (wobei ich natürlich davon ausgehe, das er die geplante "Tat" nicht befürwortet hätte).

Wobei ich nicht wußte, das "Nixalsverdrus" ein solcher, "heiliger" Megaklassiker ist. Könnte mir vielleicht vorstellen, das es S.B. auch nicht bekannt war. Wer har das erstbegangen? Gibt es dazu wichtige, "historische" Geschichten? Ist die Route ein Markstein, o.ä.?

Letztendlich ist mit Semmler Tat ein Exempel eines Einzelnen (Gruppe?) statuiert worden. Man wird sich jetzt besser überlegen wo man welche Routen einbohren wird. Damit sollte es jetzt auch gut sein!

Es gibt übrigends viele andere sinnvollere und konstruktivere Freizeitbeschäftigungen als gebogene Metallstifte aus Felswänden zu schneiden. S.B.s Einzementieren der Metallstifte könnte man als eine positive Sache hinstellen, da er damit zu einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung einlädt und mit dem Heranbringen einer breiteren Masse (davor habt Ihr ja teilweise Angst) durch solche Routen den ein oder anderen Jugendlichen von der "Straße" holt. Ich spiele auf den pädagogischen Wert des Kletterns an! Wobei ICH zugeben muß, das ich hauptsächlich an Felsen klettern möchte, an denen nix los ist!

Es geht ja darum eine Tendenz festzustellen bzw. die breite Meinung der Aktiven/Szene zu lokalisieren. Solche Dinge haben immer Radikale erledigt, nicht die breite Masse. "Hakenkriege" - wenn man diesen Begriff im Moment in den Mund nehmen will - gab es immer schon und wird es hoffentlich (!) auch noch lange geben!

Solange wir uns über solche "Nichtigkeiten" streiten können, geht es uns verdammt gut, vergesst das nicht!

Ach so, nur so nebenbei: Am Sonntag soll es wieder schlechter werden...


Eure Steinrose

michl renner (nicht verifizierter Kommentar) am 19.10.01

und wer m u s s sich dann an diese kriterien halten? wenn verbindliche regeln erstellt werden, bedürfen sie auch einer rechtlichen grundlage. diese erscheint mir aber in weiter ferne, bzw. eine praktische umsetzung nicht durchführbar. ist vielleicht auch gut so. ansonsten bliebs bei so ner art "ehrencodex", den dann jeder wieder so auslegt wie ers braucht. und es gibt keine konsequenz. im prinzip funktionierts aber doch: 99,5% aller eingebohrten routen werden akzeptiert einfach geklettert und in ruhe gelassen. ich denke, dass sich befürworter und gegner eng gebohrter routen auch in zukunft fetzen werden und solche aktionen in einzelfällen auch nicht ausbleiben werden. so is das leben.

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