Langsam sinkende Temperaturen, Beginn einer längeren Kälteperiode
Wer wissen will, wie das Wetter heute und in den folgenden Tagen im Frankenjura wird, findet hier genaue Infos dazu.
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Weiter unten finden Sie stets die aktuelle Wettermeldung von Stefan Ochs.
Wir wünschen sonnige Tage!

Frostiger Vormittag am Röthelfels (Bild: Julian Söhnlein)
Wettermeldung von Stefan Ochs (Fr 16.01. 16:39)
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Hallo!
Am Rande eines starken russischen Hochs wehen bei uns am Samstag schwache östliche Winde. Mit diesen wandern Hochnebelfelder von Tschechien kommend über uns hinweg. Es ist also überwiegend bedeckt mit gelegentlichen Lichtblicken. Maximal werden +4 Grad erreicht.
Anschließend sieht es wieder sonniger aus, weil sich trockenere Luft aus den eisigen Frostgebieten Osteuropas westwärts ausbreitet (Minsk am Freitag maximal -15 Grad). Da diese Luft nur flach einfließt und sich auf ihrem Weg erwärmt, kommt es dabei nur zu einem langsamen Temperaturrückgang.
So ist es von Sonntag bis Mittwoch tagsüber meist heiter und nachts klar. Die Tageshöchsttemperaturen gehen nach und nach von +5 auf +2 Grad zurück. In den Nächten verschärft sich der Frost auf -5 bis -10 Grad. Der Ostwind nimmt vor allem in höheren Lagen zu mit starken Böen auf dem Jura.
Bis einschließlich Mittwoch bleibt es niederschlagsfrei.
Die weitere Entwicklung ab Donnerstag ist spannend, weil sich das russische Hoch nach Skandinavien verlagert. An seinem Südostrand fließt dann hochreichend kalte sibirische Luft nach Südwesten und erreicht Ostpolen.
80 % der Wettermodell-Läufe gehen davon aus, dass uns diese sibirische Luft auch beeinflussen wird mit Dauerfrost und leichten Schneefällen. Zu 20 % gewinnen atlantische Tiefs die Oberhand und bringen eine Milderung mit Regen.
Also sicher ist die Sache noch nicht, aber nach Lage der Dinge muss man davon ausgehen, dass wahrscheinlich Ende nächster Woche eine Phase mit sehr kaltem Winterwetter beginnt. Und bei der sich dann einstellenden Großwetterlage sind wir so komplett von milder Atlantikluft abgeschnitten, dass die Wochen-Prognosen des ECMWF bis 22. Februar unterdurchschnittliche Temperaturen erwarten.
Wetterochs
Meldung von www.wettermail.de