Langsam sinkende Temperaturen, Beginn einer längeren Kälteperiode
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Wir wünschen sonnige Tage!

Frostiger Vormittag am Röthelfels (Bild: Julian Söhnlein)
Wettermeldung von Stefan Ochs (Sa 17.01. 20:34)
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Hallo!
Von Osten her strömt trockenere Luft zu uns. Dadurch löst sich die Hochnebeldecke am Sonntagvormittag auf und die Sonne kommt heraus. Maximal wird es 6 Grad warm. Der Ostwind lebt in Böen in tiefen Lagen mäßig und in höheren Lagen frisch bis stark auf.
Von Montag bis Mittwoch ist es tagsüber sonnig und nachts klar. Die Tageshöchsttemperaturen gehen von 5 Grad am Montag auf 0 Grad am Mittwoch zurück. Die Nachtfröste verschärfen sich mit Werten bis unter -10 Grad. Der Ostwind wird ab Dienstag allmählich schwächer.
Die Entwicklung ab Donnerstag ist weiterhin unsicher. Es gibt einen Vorstoß sibirischer Kaltluft in Richtung Polen. Unklar ist aber, ob dieser bis zu uns vordringen wird.
Tatsächlich machen diese beiden Varianten bei uns am Donnerstag und Freitag aber noch keinen großen Unterschied, weil sich die Auswirkungen zunächst nur in höheren Luftschichten zeigen. In tiefen Schichten bleibt es so oder so anhaltend frostig-kalt, während es in höheren Schichten eben entweder einen Temperaturanstieg gibt oder einen Rückgang. Nennenswerte Niederschläge werden so oder so nicht erwartet und der Ostwind legt wieder ein bisschen zu.
Anschließend kommt es aber bei der Variante mit der hochreichenden Kaltluft zu Schneefällen, während es bei der höhenmilden Luft weiterhin keine nennenswerten Niederschläge gibt.
Das amerikanische GFS-Wettermodell liegt in seiner konventionellen Variante (also nicht KI) bei den Temperaturen ab Mittwoch ziemlich sicher deutlich zu hoch (am Tag bis +4 und nachts nur bis -2 Grad). Offensichtlich kommt dieses Modell mit der nur sehr dünnen bodennahen Kaltluftschicht nicht zurecht. Im Gegensatz dazu liefert die KI-Variante AIGFS dieses Modells ähnlich niedrige Temperaturen wie die anderen Wettermodelle.
Ja, wenn das so ist und AIGFS besser ist als GFS, warum dann nicht GFS durch AIGFS ersetzen? So einfach ist die Sache aber leider nicht, denn die KI-Datensätze enthalten im Vergleich zu konventionellen Modellen viel weniger Variablen, insbesondere fehlen Windböen und Schneehöhen. Nun kann man solche Variablen bei den KI-Modellen nicht einfach dazu machen, weil diese nämlich nicht numerisch rechnen und da nicht alles mit allem mathematisch zusammenhängt. Stattdessen muss jede Ergebnis-Variable für sich trainiert werden und die Trainingsdaten (Wetterbeobachtungen) müssen das auch hergeben.
Wetterochs
Meldung von www.wettermail.de