Sonnig, trocken, am Freitag 24 Grad

Wer wissen will, wie das Wetter heute und in den folgenden Tagen im Frankenjura wird, findet hier genaue Infos dazu. Die Links unter der Karte leiten zu den Wetterkarten der folgenden Tage. Weiter unten finden Sie stets die aktuelle Wettermeldung von Stefan Ochs. Wir wünschen sonnige Tage!

Erste Frühlingssonne an den ´Drei Zinnen´ im Großenoher Tal

Wettermeldung von Stefan Ochs (So 26.04. 20:19)


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Hallo!

Bis einschließlich Freitag bleibt es niederschlagsfrei.

Am Montag und Dienstag machen sich zeitweise hohe Wolkenfelder bemerkbar und verringern etwas die Sonneneinstrahlung (unter dem Strich um 20 %). Anschließend ist es von Mittwoch bis Freitag praktisch wolkenlos. Die Tageshöchsttemperaturen liegen anfangs bei 20-21 Grad, gehen am Mittwoch und Donnerstag vorübergehend auf 18-19 Grad zurück, um dann am Freitag auf 24 Grad anzusteigen. Perfektes Wetter zum Feiertag also.

Der Wind dreht am Dienstag von Nord auf Ost. Dabei nimmt er deutlich zu und es treten tagsüber verbreitet starke Böen auf. Erst am Freitag lässt dieser Ostwind wieder nach.

Ab Samstag beginnt eine feuchte und warme Südwestwetterlage (einzelne Regenfälle und Gewitter). Bei längerem Sonnenschein kann es bis zu 27 Grad warm werden.

In dieser Nacht zum Montag tritt zum letzten Mal leichter Frost auf (Luftfrost in 2 m Höhe in ungünstigen Lagen). Anschließend zeigen die Wettermodelle zur Wochenmitte noch die Möglichkeit geringer Bodenfröste in ländlichen Gebieten, aber wegen des Windes ist das ziemlich unwahrscheinlich. Und ab dem nächsten Wochenende bleibt es dann nachts mit Tiefsttemperaturen um 10 Grad sowieso deutlich wärmer.

Irgendwie ist die Wettervorhersage weniger aufregend als früher - ging es mir gerade durch den Kopf. Und wer ist schuld? Die künstliche Intelligenz (KI, AI)! Tatsächlich sind die Ergebnisse der KI-Modelle glatter und neigen nicht so zu dramatischen Ausreißern. Das konventionelle Modell IFS des ECMWF hatte z.B. am letzten Dienstag einen heftigen Kaltlufteinbruch für den heutigen Sonntag erwartet, während das KI-Pendant AIFS nur einen völlig unspektakulären leichten Temperaturrückgang vorhersagte, der letztlich auch ungefähr so kam. Natürlich ist das Wetter selbst nicht langweiliger geworden, aber die temporären artifiziellen Aufreger durch übertriebene Prognose-Läufe sind deutlich weniger geworden.

Bei den klassischen Wettermodellen wachsen ja kleine Variationen der Eingangsdaten (Messdaten) schnell an und führen zu komplett unterschiedlichen Ergebnissen. Dieser sogenannte Schmetterlings-Effekt wird bei den Ensemble-Prognosen der konventionellen Modelle benutzt, um mögliche Entwicklungsvarianten durch leichtes Variieren der Eingangsdaten zu identifizieren. Bei den KI-Wettermodellen funktioniert das nicht, weil da die kleinen Variationen einfach wieder weggeglättet werden. Da stellt sich die Frage, wie real dieser Schmetterlings-Effekt beim Wetter überhaupt ist. Vielleicht wirken sich winzig kleine Veränderungen doch gar nicht auf das zukünftige Wetter aus. Das geht für mich auch in die Richtung von längeren Trends über Monate, die man bisweilen beobachtet, also z.B. "harter Winter" oder "verregneter Sommer". Wie kann das bei so einem fragilen System überhaupt vorkommen? Noch kann uns die KI diese Fragen aber nicht beantworten. Ihre 11-Tages-Prognose ist so gut wie eine konventionelle 10-Tages-Prognose. Das ist spürbar besser, aber natürlich sind wir damit immer noch weit von sinnvollen Vorhersagen über mehrere Wochen oder gar Monate entfernt.

Wetterochs


Meldung von www.wettermail.de