Söder verlängert bayerische Maßnahmen bis 19. April, es gibt aber keine Verschärfung

von Frankenjura.com - 30.03.20

Bei einer Pressekonferenz am Montag Mittag kündigt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder eine Verlängerung der bisherigen Maßnahmen bis zum 19. April an, die bayerische Staatsregierung schließt aber eine weitere Verschärfung der Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt aus!

Polizeikontrollen am Wochenende, Kontakt-Disziplin an den Hotspots und ein kleiner Rest Freiheit

von Frankenjura.com - 28.03.20

Das Walberla am Freitag, den 27. März 2020 am Nachmittag. Die wenigen, die unterwegs sind, halten Abstand.

Wir haben gestern die Polizei von Ebermannstadt interviewt, die am Wochenende Kontrollen in der Fränkischen Schweiz durchführen wird. Im Anschluss daran haben wir mit dem Walberla einen beliebten Ausflugs-Hotspot besucht, um dort das Verhalten der Besucher und ein Stimmungsbild einzufangen...

Ausgangsbeschränkung: Fragen an den Freistaat

von Frankenjura.com - 26.03.20

Laut Staatsregierung sollte das Walberla derzeit nur besuchen, wer auch in der Nähe wohnt.

Die bayerische Staatsregierung hat am vergangenen Freitag eine Ausgangsbeschränkung vorläufig für 14 Tage erlassen. Zugleich gibt diese aber „Sport und Bewegung an der frischen Luft“ als triftigen Grund an, die das Verlassen des Zuhauses als Ausnahmefall ermöglicht. Dies muss allerdings...

Story

Grauer Fels im Sittenbachtal für Kletterer gesperrt

von Frankenjura.com - 25.03.20

Der Graue Fels im Sittenbachtal (Bild: Armin Wilfert)

Nach einer Mitteilung des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) ist der Kletterfels Grauer Fels bei Aspertshofen im Sittenbachtal ab heute für den Klettersport gesperrt. Vogelschutz-Experten des Verbandes haben im Umfeld des Felsens eine Uhubrut entdeckt. Laut Ulrich Lanz vom LBV würden Kletterer den streng geschützten Vogel beim Brutgeschäft stören, so dass das Kletterziel bis zum 31.07.2020 gesperrt wird.

Story

Küchenschellen im Frankenjura

von Frankenjura.com - 23.03.20

Die Corona-Krise verändert im Augenblick alles, in weiten Teilen zum Nachteil. Aber auch wenn dieser kleine Virus die Welt auf den Kopf stellt: Das Frühjahr kommt trotzdem und mit ihr die fantastische Flora des Frankenjuras. Nach Märzenbecher und Seidelbast steht nun auch die Küchenschelle (hier: Küchenschellen bei Großenohe) in voller Blüte. Und selbst die bayerische Ausgangsbeschränkung erlaubt es in bestimmten Konstellationen - nämlich alleine oder mit Personen aus dem eigenen Hausstand - die Pflanze in Natura anzuschauen. Wir beschreiben die Küchenschelle kurz und sagen auch, wo sie zu finden ist. Aber Achtung, nur gucken und nicht anfassen! Die Küchenschelle steht unter strengem Naturschutz und darf nicht beschädigt oder gepflückt werden. Zum Steckbrief und einer Karte mit einigen schönen Standorten geht es nachfolgend.

Story

Kletterfelsen im Kleinziegenfelder Tal „gesperrt“ - Rettungsorganisationen befürchten Überlastung

von Frankenjura.com - 20.03.20

Der Bauhof der Stadt Weismain hat heute nach Absprache mit dem Staatlichen Bauamt Bamberg zentrale Parkplätze im Kleinziegenfelder Tal mit Trassierbändern abgesperrt und dort „Klettern verboten“-Schilder angebracht. Betroffen sind die Parkplätze der Kletterfelsen Klinge, Rote Wand /Rolandsfels/Diebesloch und Holzgauer Wand. Hintergrund ist ein Ersuchen der Freiwilligen Feuerwehr Weismain und anderer Rettungsorganisationen, die durch den Klettersport Engpässe bei der Versorgung von Pandemiekranken befürchten.

Laut Bürgermeister Dauer war in den vergangenen Tagen, bedingt durch das schöne Wetter, ein großes Aufkommen an Kletterern im Kleinziegenfelder Tal bemerkt worden. Laut einem Augenzeugen, der an einem der Tage die Rote Wand besuchte, war der Fels an diesem Tag zwar gut besucht, jedoch wurde die Social-distancing-Etikette eingehalten.

Die Rettungsorganisationen stellten aber gerade in einen Pandemie-Krisenmodus um und fürchten neben Kapazitätsproblemen durch mögliche Kletterunfälle auch das Ansteckungsrisiko durch verunfallte Kletterer, die mit dem Corona-Virus infiziert sein können, ergänzt der Weismainer Bürgermeister. In diesem Fall müsse ein ganzes Team für 14 Tage in Quarantäne, das dann bei der Bewältigung der Pandemiekrise fehlen würde.

Die Schilder würden aber etwas über das Ziel hinausschießen, räumt Dauser ein. Eigentlich wolle man über Freiwilligkeit an die Einsicht der Klettersportler appellieren, da man auf Bürokratie verzichten wolle und deshalb keine Verordnung über das Landratsamt erwirkt habe. Unglücklicherweise sei aber in der Hektik des heutigen Tages ein schärferer Text als ursprünglich geplant auf die Schilder gedruckt worden. Zu Beginn der nächsten Woche soll dieser aber angepasst werden. Der Bürgermeister bittet trotzdem, alle Kletterfelsen im Ziegenfelder Tal vorerst bis zum 19.April 2020 zu meiden.

Story

Bitte daheim bleiben - der Berg rennt nicht weg!

von BergwachtAmberg - 20.03.20

Die derzeit größte Herausforderung am Berg ist der Verzicht – übernehmen wir gemeinsam Verantwortung für Ältere, Kranke und alle Risikogruppen und bleiben daheim. Auch wenn freie Zeit, gutes Wetter und tolle Fernsicht uns zu Ausflügen ins Gebirge locken. Das noch so kleine Risiko am Berg wird so zum Risiko für uns alle. Für BergretterInnen und Bergretter, für Hubschrauberbesatzungen, für das Krankenhauspersonal für die Angehörigen, für alle Menschen in unserem Land.

Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Einsatz mit Infizierten in Kontakt zu kommen, steigt täglich. In so einem Fall müssen alle Beteiligten in häusliche Quarantäne und fallen für zwei Wochen für die Bergrettung sowie für ihren ärztlichen Dienst aus. Je mehr Leute jetzt auf den Berg gehen, desto größer das Risiko für Rettungseinsätze.

In den bayerischen Alpen gab es in der vergangenen Woche mehrere Rettungsaktionen, bei denen teils auch größere Gruppen blockiert vom Berg geholt werden mussten. Das alles widerspricht dem großen Ziel, dem sich im Moment alles unterordnet - unser Gesundheitssystem zu entlasten.

Die Bergwacht Bayern ruft daher alle Bergfreundinnen und -freunde zum gemeinsamen Verzicht auf Berg- und Skitouren auf. Gebt den Rettern, Ärztinnen und Pflegern Kraft, bleibt zu Hause!

Videostory

Ausgangsbeschränkung für Bayern verhängt, Sport und Spaziergänge nur noch allein, mit Familie oder mit Hund

von Frankenjura.com - 20.03.20

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat eine Ausgangsbeschränkung für Bayern verhängt. Diese gilt ab Freitag (heute) Nacht 0:00 Uhr für vorläufig zwei Wochen.Sport treiben und spazieren gehen möglich und auch erwünscht, aber nur in folgenden Konstellationen: allein, mit der Familie oder mit Haustieren. Innenminister Herrmann ergänzte auf Nachfrage: Sport und Bewegung sind ausdrücklich erlaubt, so dass mit dem Auto auch zu einem Waldparkplatz gefahren werden kann, um sich von dort aus zu bewegen. Allerdings dürfen sich dort keine Sportgruppen bilden. Weitere Details:

- zur Arbeit gehen ist weiterhin erlaubt
- Inanspruchnahme medizinischer Versorgungsleistungen ist erlaubt, einschließlich Physio- und Psychotherpie, allerdings nicht Ergotherapie
- das Besuchsrecht in Pflegeheimen und Krankenhäusern ist ausgesetzt, Ausnahmen: Sterbefall, Geburt, Kinderbesuche
- die Lebensmittelversorgung bleibt erhalten
- Banken bleiben geöffnet
- Friseure, Garten- und Baumärkte sowie Gastronomie werden komplett geschlossen
- den Kommunen bleibt es vorbehalten, weitere noch strengere Sperren zu verhängen, beispielsweise zur Vermeidung von Corona-Hot-Spots
- es wird keine Passierscheine geben, aber die Polizei kontrolliert und Verstöße werden mit empfindlichen Bußgeldern von bis zu 25.000 Euro belegt.

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