Bärleinhuter am Eibgrat saniert

Frankenjura.com - 07.06.20

Thomas Bösl aus Eschenbach in der Oberpfalz hat den Bärleinhuter auf der Südseite des Eibgrats in der Nähe von Spies bei Betzenstein saniert. Ganze zehn Tage verbrachte der 49-jährige an dem klassischen Massiv und setzte dabei eine Vielzahl von Vorstiegs- und Umlenkhaken.

Rudolf Buchners Topo aus dem Jahr 1992 diente als QuelleRudolf Buchners Topo aus dem Jahr 1992 diente als Quelle

Vor allem die leichten Routen vom vierten bis zum sechsten Schwierigkeitsgrad im linken Teil des “Huters“ waren aufgrund weiter Hakenabstände, in die Jahre gekommener Schlaghaken und Sanduhrschlingen nicht mehr geklettert worden und drohten deshalb trotz überdurchschnittlich guter Felsqualität zu verwachsen und dem Klettersport damit verloren zu gehen. Die hiesige IG-Klettern unterstützte die Sanierungsaktion durch die Bereitstellung des Hakenmaterials. Bekannt wurde die 30 Meter hohe Südwand erst im vergangenen Herbst, vorher stand diese unter jahrelanger Zensur oberfränkischer Naturschutzbehörden.

Der Bärleinhuter auf der Südseite des EibgratsDer Bärleinhuter auf der Südseite des Eibgrats

Der Bärleinhuter wurde nach unseren Recherchen im Jahr 1992 vom bereits verstorbenen Führerautor Rudolf Buchner erstmals beklettert. Er selbst veröffentlichte aber die Routen nie in einem eigenen Führerwerk, da dieser nur einen Führerband im Jahr 1985 – ein orangenes Büchlein mit dem Titel „Fränkisches Kletterbuch 1; Trubach- und Pegnitzalb“ herausbrachte, also lange vor der Erschließung des „Huters“. Dennoch wurde uns im vergangenen Herbst ein handgezeichnetes Topo aus der Feder von Rudolf Buchner zugespielt, das uns als authentische Quelle für die Veröffentlichung im Herbst 2019 diente. An letzterer wiederum orientierte sich Tom Bösl bei der Sanierung der Routen.

Katrin König klettert den Direktausstieg des ´Willy-Loos-Gedenkweg´ (7-) am Bärleinhuter (Bild: Tom Bösl)Katrin König klettert den Direktausstieg des ´Willy-Loos-Gedenkweg´ (7-) am Bärleinhuter (Bild: Tom Bösl)

Der „Bärleinhuter“ – benannt nach einer ehemaligen, von Studenten bewirtschafteten und bis in die 1980er Jahre existierende Szene-Kneipe in der Hutergasse in der Nürnberger Altstadt – bietet nach wie vor 22 Routen, die jetzt aber gut abgesichert sind. Gerade am Westgipfel, dem linken Vorturm der Wand, sind die leichten Routen im dritten und bis zum sechsten Grad nun mit Klebehaken ausgestattet. Dabei handelt es sich aber nicht um Kletterhallenrouten mit Vorstiegshaken im Metertakt, die Sicherungspunkte haben noch immer luftige Abstände von bis zu vier Metern, können jetzt aber ohne permanente Lebensgefahr begangen werden.

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